Krisenvorsorge: Online-Debatte vor Bürgerforum

27. Januar 2026
European Commission

Die Europäische Kommission lädt 150 zufällig geloste Bürgerinnen und Bürger aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten zu einem Bürgerforum zum Thema Krisenvorsorge ein.

Sie werden nach Brüssel eingeladen, um dort gemeinsam konkrete Empfehlungen zu den Folgemaßnahmen der Europäischen Strategie für eine Union der Krisenvorsorge auszuarbeiten. Mit der Strategie soll die zivile Vorsorge und Bereitschaft der EU gegenüber künftigen Krisen gestärkt werden, sodass alle Akteure einsatzbereit und in der Lage sind, bei Bedarf rasch und schlagkräftig zu reagieren.

Krisenvorsorge - worum geht es?

Europa wird immer öfter von zunehmend heftigeren Katastrophen getroffen. Deshalb ist es wichtig, dass die EU und ihre Bürgerinnen und Bürger bereit sind, solche Ereignisse vorherzusehen, sich vorzubereiten, sich anzupassen und wirksam darauf zu reagieren.

Vorsorge heißt, Krisen vorherzusehen und praktische Schritte zu ergreifen, bevor es zu einer Katastrophe kommt. Das bedeutet, frühzeitig tätig zu werden, sich über mögliche Gefahren kundig zu machen und gemeinsam etwas zur Eindämmung der Folgen zu tun. 

"Vorsorge auf Ebene der Bevölkerung heißt, dass die Bürgerinnen und Bürger beim Aufbau krisenfester Gesellschaften eine Hauptrolle spielen. Sie müssen aktiv an der Krisenvorsorge und -reaktion beteiligt werden, und dieses Engagement muss alle Teile der Gesellschaft erfassen", heißt es auf der Internetseite des Bürgerforums.

Zeitplan

Das europäische Bürgerforum zur Krisenvorsorge tagt zwischen März und Mai 2026 an drei Wochenenden:

  • 20. bis 22. März (persönlich in Brüssel)
  • 24. bis 26. April (online)
  • 22. bis 24. Mai (persönlich in Brüssel)

Von Tür zu Tür

Im Dezember 2025 war die Sortition Foundation für die Gewinnung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Losversammlung unterwegs. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern in der gesamten EU klopften sie an Türen und sprechen Bürgerinnen und Bürger aus 150 zufällig ausgewählten Orten in allen EU-Ländern an. 

Aus dem ursprünglichen Pool interessierter Menschen wird eine endgültige Gruppe von Bürgerrat-Mitgliedern nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, die die Vielfalt der Bevölkerung der EU unter Berücksichtigung von Geschlecht, Bildung, Beruf und dem Spektrum zwischen ländlichen und städtischen Gebieten repräsentiert.

Online-Beteiligung

Die Krisenvorsorge auf Ebene der Bevölkerung verteilt sich auf mehrere Schultern: Behörden, Medien, Bildungseinrichtungen, Jugend- und zivilgesellschaftliche Organisation, Sozialpartner, Unternehmen, lokale Netze sowie Bürgerinnen und Bürger jeden Alters - sie alle spielen hierbei eine entscheidende Rolle.

Darum will die Europäische Kommission, dass sich so viele Europäerinnen und Europäer wie möglich dazu äußern, wie die EU dafür sorgen kann, dass ihre Maßnahmen und ihr Vorgehen alle einbeziehen, Wirkung zeigen und sich an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten. Von Januar bis Mai 2026 läuft deshalb eine Online-Beteiligung, bei der Interessierte ihre Standpunkte teilen und Fragen der Krisenvorsorge erörtern können.

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