Klima-Bürgerrat zur UN-Klimakonferenz

03. August 2021 Uhr
Wil C. Fry / Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Die Stadt Glasgow nimmt die im Herbst 2021 in der schottischen Metropole stattfindende UN-Klimakonferenz (COP26) zum Anlass einen zufällig gelosten Bürgerrat zur lokalen Klimapolitik einzuberufen. Die erste Sitzung fand in der ersten Augustwoche statt. Der Bürgerrat wird vom Beteiligungsunternehmen Ipsos Mori zusammen mit dem Stadtrat von Glasgow durchgeführt. An der Versammlung nehmen 50 zufällig ausgeloste Einwohnerinnen und Einwohner aus der ganzen Stadt teil.

Die Mitglieder werden im Laufe des Monats fünfmal zusammenkommen und durch Klima-Fachleute Wissen zu verschiedenen klimapolitischen Themen vermittelt bekommen. Anschließend werden die Teilnehmenden in Kleingruppen darüber diskutieren, wie Glasgow bis 2030 klimaneutral werden kann und dazu Handlungsempfehlungen formulieren. Noch vor dem Beginn der Weltklimakonferenz am 31. Oktober wird der Stadtrat die Vorschläge des Bürgerrates in Form eines Bürgergutachtens erhalten.

Klimawandel hat Einfluss auf Bürger

"Der Klimawandel hat immer mehr Einfluss auf das Leben der Glasgower Bürger“, sagt Susan Aitken, Vorsitzende des Glasgower Stadtrates. „Die Art und Weise, wie sich die Stadt in diesem kritischen Jahrzehnt darauf einstellt, wird erhebliche Auswirkungen auf unsere Wirtschaft, unsere Arbeitsplätze, das Aussehen und die Atmosphäre unserer Stadtviertel, die Beheizung unserer Häuser und das Reisen haben".

"Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass wir unsere Bürgerinnen und Bürger direkt dazu befragen, wie sie die bevorstehenden Herausforderungen und Chancen sehen und was der Klimawandel für sie jetzt und in Zukunft bedeutet. Wir wollen hören, wie Klimamaßnahmen das Leben, die Gemeinden und die Unternehmen verbessern können - und wie die Stadt dies gemeinsam unterstützen kann“, so Aitken.

Klimaplan mit den Menschen

"Die Klimakonferenz und ihre Folgen haben das Potenzial, Glasgow für die kommenden Jahrzehnte zu definieren, wobei unser Klimaplan festlegt, wie die Stadt die globale Erwärmung bekämpft. Aber all dies muss mit unseren Menschen und für unsere Menschen geschehen, es darf ihnen nicht einfach vorgesetzt werden."

"Dies ist ein entscheidender Zeitpunkt, um mit der Öffentlichkeit über den Klimanotstand zu sprechen“, ergänzte Lorraine Murray, stellvertretende Geschäftsführerin von Ipsos Mori Scotland. "In Bürgerräten kommen Menschen zusammen, um über Probleme zu diskutieren und gemeinsame Empfehlungen dazu abzugeben, was getan werden sollte und wie sich die Dinge ändern können. Wir freuen uns, mit dem Stadtrat von Glasgow an diesem wichtigen - und sehr zeitgemäßen - Projekt zu arbeiten."

Klimanotstand ausgerufen

Der Glasgower Stadtrat hatte im Mai 2019 den klima- und umweltpolitischen Notstand ausgerufen und beschlossen, dass die Stadt bis 2030 klimaneutral werden soll.

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